"Der Fremde – ein Würger aus München"

Ein Touristik Theater von Generation Aldi

Servas buaschis

 Es woar a mal a Asylant, der war Stadt bekannt
Wie a jeda, so kant ihn a da Moasta Eda
Der fua gern mit da Limo rum, und dacht sich: geh, da Asylant is dumm,
der macht an meina Weisswurst rum
Da Asylant jedoch, wollt nicht in sein Loch
Da woit da Moasta nimma zoin, und fing a glei no an zu hoiln
Und weil da Asylant, dem Moasta Eda dann an Strick um den Hals bant,
wurde er Stadt bekannt.

 

Angelehnt an einen Promi Mord wollen wir erkunden was das Münchner Zentrum aus Menschen macht. Warum hat hier ein

Nichtmünchner „der Fremde“ einen Mord an einer Münchner Ikone begangen. Ist er wie der Fremde in Albert Camus Roman: "Der Fremde", gleichgültig den Dingen und den Menschen gegenüber? Oder ist es der schillernde Reichtum der Stadt, der ihn zur Mordtat verführt hat. Die Biographie des Fremden wird als Reise durch München aufgerollt, Sie beginnt bei seiner Ankunft als Flüchtling, führt uns zum blanken Popo der Münchner Ikone und endet bei der Verurteilung des Fremden zu Lebenslanger Haft. Wir fragen die Münchner in Video Interviews, ob erst die Geschichte des Fremden München zur Stadt macht. Durch die Veröffentlichung der Videos im Internet wollen wir eine offene Diskussion anregen ,die aufgezeichnet Teil der Inszenierung wird. Mitmachen unter. www.bunnyhill.info

Und die Moral von der Geschicht, den Moasta Eda fickt ma liaba nicht.

Und jetzt fickts eich alle selba.

Vorstellungen in den Münchner Kammerspielen Neues Haus:

-13.05.2006 19 uhr Premiere !!!

-14.05.2005 20 uhr 2. Vorstellung

 

Text & Regie: Bülent Kullukcu/ Anthony Lew Shun
Video: Anton KaunKostüm: Constanze Knapp
Musik: Bülent Kullukcu (Generation Aldi)
Regie Assistenz: Susannah Perdighe
Mit Schauspielern der Münchner Kammerspiele, Ozan Duygun..

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Generation Aldi: Kanakstar 2
Donnerstag, 12. bis Samstag, 14.Januar 2006

Generation Aldi: Kanakstar 2

 

Nach ihrem fulminanten Theaterdebut an den Münchner Kammerspielen kommt die Generation Aldi mit ihrem neuesten Machwerk "Kanakstar 2 "in die Muffathalle!

Das alte Ensemble erzählt uns eine neue Geschichte:

Diesmal werden uns Sex- und Fightershows, Ethikgames, eine opportunistische Fernsehcrew, der Sender Täusch World, Paschas und digitale Attentäter, in einer nahen Zukunft erwarten, in der eine Suchmaschine ihren Suizid beschließt, um die Welt zu retten.
Auch in Kanakstar 2 stammt die Musik von Generation Aldi. Es tanzt das Fernsehballet der Taliban Dance Company.
Anton Kaun von Console schuf das Videobühnenbild. Constanze Knapp Designerin bei Vienne Westwood
entwarf die Kostüme für dieses Fernsehtheater-Spektakel von Anthony Lew Shun und Bülent Kullukcu.

Zum Abschluss gibt es am letzten Abend ein Live-Konzert mit den Musikern der Generation Aldi.

Es ist soweit:

Schaltet eure Server ab!

Einlass 20.30 Uhr, Beginn 21.00 Uhr
VVK € 10 (zzgl. Geb.) / AK € 12,5o (zzgl. € 0,50 Sys.geb.)
letzter Abend mit Konzert: VVK € 12 (zzgl. Geb.) / AK € 15 (zzgl.€ 0,50 Sys.geb.)


Text+Regie: Bülent Kullukcu/ Anthony Lew Shun Musik: Generation Aldi Video: Anton Kaun Kostüme: Constanze Knapp
Titel Design: Fuat Yüksel Licht Design: Robert Borkner Choreographie: Paula&Paula
Regie Assistenz: Sussana Perdige

Mit Safia al Bagdadi, Hakan Can, Albert Tempel, Lil Röesch, Nina Frogber, Patrik Khatami, Ozan Duygun, Lisa Forgber,
Tanja Villinger, Arianne, Sylvia
Gefördert vom Kulturreferat der Stadt München und der Muffathalle Gmbh

 


KANAK STAR 1

EIN FERNSEH-THEATERSTÜCK VON GENERATION ALDI

TEXT/IDEE:
BÜLENT KULLUKCU
ANTHONY LEW SHUNG

Im Mittelpunkt stehen Ayse Europa und Mehmet Pascha.Die Stars der Fernseh Soap "Kanak Star".Sie sind Kinder der Gastarbeiter-Generation, die es geschafft haben.Es soll die 100 Folge gefeiert werden, aber Ayse will aussteigen.Damit ist Dr.Teusch, der Senderchef von Täusch TV,mit dem Motto:
"Leben für alle",nicht einverstanden.Ayse gerät in Abschiebehaft und wird von ihrem islamistischen Bruder Haram freigesprengt.
Drogen und Sex,Putzfrauen und Paschas,Geiselnahmen und Bomben.Fernsehen und Theater,Musik und Tanz vermengen sich bei der Inszenierung mit einfachsten Mitteln.Das B¸hnengeschehen wird per Videocamera auf die Leinwand projeziert.Was ist die TV Realität und was das wirkliche Leben,fragt sich die pranoide Haupdarstellerin und das Publikum.
Ihre eigene Kritikfähigkeit verkümmert, Objektivität wird nicht mehr gepflegt. Sie werden der Fähigkeit beraubt, Realität und Schein zu unterscheiden. Der Mensch wird Blind für das Reale und Sehend für den Schein gemacht.

AM ERSTEN ABEND 4.O6.2005 LEGEN GENERATION ALDI (HAUPT AKTIONƒRE VON TƒUSCH TV) NACH DEM
THEATERSTÜCKS UNTER DEM MOTTO "KANAKOKE" MIT GESANG AUF.
AM ZWEITEN ABEND 11.06.2005ERSTRECKT SICH DAS THEATERST‹CK UNTER DEM MOTTO "S‹PERKANAK" , MIT EINGEBUNDEN KONZERT VON GENERATION ALDI UND DJING von Franc Dolinar,


Mitwirkende:
Generation Aldi Band
Text/Regie: Bülent Kullukcu, Anthony Lew Shung,
Regie Assistenz: Isabel Alcala Aigner

Schauspieler:
Safia al Bagdadi, Hakan Can, Martin Butzke (M¸nchner Kammerspiele), Albert Tempel,
Nina Forgber, Anton Kaun, Demet G¸l, Lisa Forgber, Lady Ann,

Tanz-Choreografie (The Taliban Dance Company): Nina Forgber

Visuals & Video: Anton Kaun (Console Band)

 

 

 

 
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(Textauszug aus dem FernsehTheater "KANAKSTAR" von Bülent Kullukcu und
Antony Lew Shun):

ODE AN DIE WIRTSCHAFT:
(© Albert Tempel 2004)
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DR. TÄUSCH:
Ich bin Dr. Täusch
-LÄCHLER von Beruf
KÜNSTLER!?!...wollt ich werden!
heut`bin ich Zynist...TRADITIONIST

die Firma der Familie - MEINE Utensilie
für mein Lebenswerk

Kunst am Bau! - ist somit MEINE Schau
So zieh` ich hoch - Filiale um Filiale
ICH!!! ...bin der Generale!

Ich bin auch...-KUNSTMÄZEN
Mittelmaß darf bei mir stehn`
BEGABTE SEELEN!?? ...WILL ICH NICHT!
DIE!?! – ERTRAG` ICH NICHT!!!

Jedes Jahr - zur Weihnachtstombola
verkauf` ich Lose gegen bar
finanziere die soziale Spende
durch meiner Mitarbeiter Hände
die aufgelauf`ne Summe RUND` ich auf
Ha!!!...10 Euro!...- leg`ich selber drauf!!!

für Personalentscheidung hab`ich SCHARFE Frettchen
ich halt`sie mir am langen Kettchen
FÜRSORGEPFLICHT!?.....ist mir ein Graus!!!
so halt`ich mich auch fein heraus

-Eins möcht`ich gerne missen –
-(ich schlaf` so schlecht)
...-mein Gewissen -

GEWISSEN (aus dem OFF):
Dich kümmern nur die Offiziere!
sie führ`n sich SCHLIMMER auf als Tiere
die Soldaten, die die Schlacht entscheiden!
läßt du unter diesen SCHÄNDLICH leiden!
DU??? ...- willst ein guter Feldherr sein?

BLICK nach oben! - TRITT nach unten!
nur DEIN Privileg verkunden!
Die Eitelkeit in Deinem Haus
sieht gar so DÜMMLICH aus
Deinen Kindern lehrst Du dies:

DR. TÄUSCH:
"Ihr seid Privileg-legiert
und dass sich ja keiner von euch geniert"

mich interessiert am Jahresende
nur die Dividende!
meine Angestellten sind mir gleich
ICH!!! - ich werde REICH!!!
Obwohl...- ein Dr. phil. bin ich
...mein Lebenswerk heisst:
FEIERT MICH!!!
-der SCHRAUBENKÖNIG!!! - das bin ICH!!!

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GENERATION ALDI inszenierten im Rahmen des BunnyHill-Projektes an den MÜNCHNER KAMMERSPIELEN ihr Theaterstück "KANAKSTAR".
Die Premiere fand am 4.Dezember 2004 statt.Kanakstars, alles Kinder der ersten und zweiten Generation Gastarbeiter; Kinder von Putzfrauen, Hilfsarbeitern am Bau, von Gemüsehandlern, Näherinnen, Straßenkehrern und Müllmännern von unseren Großeltern und Eltern hier nach Deutschland gerufen und nun beanspruchen sie ganz selbstbewußt ihren Preis! Sie sind das aktuelle Deutschland, das muß nicht mehr diskutiert werden, keine Integrationserlaubnisse müssen mehr erteilt werden.
Man gab, überließ ihnen den Preis konkurrenzlos! Sie sind die neuen Wahren Deutschen der Zukunft und der Gegenwart.
"KANAKSTAR" ein Fernseh-Theaterstück von GENERATION ALDI:Heute Abend findet die Party zur 100ten Folge der TV-Serie "KANAKSTAR"statt.
Ayse Europa und Mehmet Pascha, sind die Stars der Fernseh-Soap. Sie spielen das typische Ausländerklischee, sie eine Putzfrau, er einen Dreher in einer Fabrik. Sie sind in der Serie wie auch im richtigen Leben ein Paar. Eigentlich sind sie auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, als Kinder der erstenGeneration Gastarbeiter sind sie das aktuelle Deutschland und die Idole der Nation. Doch der Preis für diesen Ruhm scheint Ayse zu hoch, sie will aussteigen, dagegen hat nicht nur der Sender Täusch TV Einwände, sondern auch alle Anderen.An diesem Abend geben GENERATION ALDI (Hauptaktionäre von Täusch TV)
innerhalb des Theaterstücks ein Konzert und es legen DJs auf. Das Theaterstück erstreckt sich, mit eingebundenem Konzert und DeeJaying, über den ganzen Abend.

Mitwirkende:
Generation Aldi Band
Schauspieler:
Hakan Can, Safia al Bagdadi, Martin Butzke (Münchner Kammerspiele), Samia Baghdadi, Nina Forgber, Anton Kaun, Albert Tempel, Lisa Forgber, Lady Ann, Sandro Piras.
Tanz-Choreografie (The Taliban Dance Company): Nina Forgber
Visuals & Video: Anton Kaun (Console Band)
Kostüm Addition: LastShirt (www.lastshirt.com)
DJs: FC Shuttle (Console Band), Franc Dolinar (Lastshirt)
Bühnenbild: Michael Graessner (Münchner Kammerspiele)
Oden: Albert Tempel
Regie Assistenz: Isabell Alcala-Aigner
Text/Regie: Anthony Lew Shun, Bülent Kullukcuwww.generationaldi.de
www.lastshirt.comMit freundlicher Unterstützung der Münchner Kammerspiele

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Münchner Merkur (KRITISCH GESEHEN) vom 06.12.04:Putzfrauen und Paschas
"Kanakstar" in den Kammerspielen
"Generation Aldi" macht alles. Die Münchner Band um Bülent Kullukcu, der recht erfolgreich elektronische Tanzmusik produziert, macht jetzt auch Theater. "Kanakstar" heißt die erste Bühnenproduktion, die am Samstag -voraussichtlich einmalig - in den Münchner Kammerspielen zu sehen war. Natürlich im Rahmen des Theaterprojekts "Bunnyhill", in dem, wie es im Pressetext so schön heißt, Peripherie und Stadtzentrum aufeinander treffen.
Ob "Generation Aldi" nicht ein Konzert machen wollte, hatten die Kammerspiele gefragt. Aber Kullukcu, der Tausendsassa sagte bloß: "Also, dann machen wir auch gleich Theater". Mit seinem Freund, dem Regisseur Anthony Lew Shun ("Dealerz"), hat er das Drehbuch geschrieben. Das Ergebnis ist ein aufgekratztes, satirisches Stück Fernsehtheater: Im Mittelpunkt stehen zwei junge türkische Schauspieler namens Ayse Europa (Safia al Bagdadi) und Mehmet Pasha (Hakan Can), Stars der beliebten TV-Serie "Kanakstar". Sie sind die Kinder der Gastarbeiter-Generation, die es geschafft haben. Die 100. Folge soll gefeiert werden, aber Ayse will aussteigen. Klar, dass der produzierende Fernseh-Sender mit dem schönen Namen "Täusch TV" nicht einverstanden ist. Lew Shun und Kullukcu schöpfen bei ihrem eigenwilligen "Bunnyhill"-Beitrag aus dem vollen: Jedes Klischee die Medienbranche, Türken und Islam betreffend, wird zynisch reproduziert: Drogen und Sex, Putzfrauen und Paschas, Geiselnahmen und Bomben, selbst Selbstmordattentäter sind die Versatzstücke von "Kanakstar". Fernsehen, Theater und Tanz vermengen sich bei der Inszenierung kongenial mit einfachsten Mitteln, das Bühnengeschehen wird per Videokamera auf die Leinwand projiziert. Was ist nun TV-Realität und was ist das richtige Leben, fragt sich die paranoide Hauptdarstellerin Ayse Europa mehr als einmal. Längst ist beides nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Nach dem ganzen Theater folgt die Party: "Generation Aldi" spielt auf und sorgt für großartigen Sound, laut und hypnotisch zugleich. - HEIDI REUTTER

Kritik Süddeutsche Zeitung vom 06.12.04:TV total "Kanakstar" bei "Bunnyhill" an den Kammerspielen Daheim vor dem Fernseher zu sitzen hat Vorteile: Man kann zum Beispiel Bier trinken und Zigaretten rauchen. Diese Vorzüge können entscheidend sein, spielt man zwei Medien gegeneinander aus, wie beim Stück "Kanakstar", das im Rahmen von "Bunnyhill" im Neuen Haus der Kammerspiele aufgeführt worden ist. Auch dazu darf man Bier trinken, erst zu Beginn der Vorstellung muss man das Rauchen einstellen.
"Kanakstar", das ist im Stück eine Fernsehserie, die Türken im Klischee zeigt: Die Frau putzt, der Mann ist Dreher in der Fabrik. Die Darsteller sind gezwungen, albernen Slang zu sprechen. Die Frau steigt aus, gerät in Abschiebehaft und wird von ihrem islamistischen Bruder freigesprengt. Eine Themenfülle zwischen Seifenoper und Terrorismus vom Autoren- und Regieteam
Anthony Lew Shun und Bülent Kullukcu - viel Stoff, für die Zuschauer schwer zu verarbeiten, zumal mit Reizüberflutung präsentiert. Passend zum TV-Thema wird des Geschehens gefilmt an die Rückwand der Bühne projiziert. Dazu gibt es viel Musik und Tanz. Trotzdem wirkt "Kanakstar" nicht zusammengewürfelt. Das Absurde ist Teil des Konzepts. Die Agierenden - vorwiegend Laiendarsteller - sind engagiert bei der Sache. Nur die am Ende stattfindende Versöhnung mit dem Medium Fernsehen bei gleichzeitiger Kritik daran wirkt weit hergeholt. Gut gemeint, aber nicht ehrlich. Anschließend gibt es eine Party mit Konzert der Musikformation Generation Aldi. Alles echt, zum Anfassen: Vorteil des Theaters. - WILLIBALD SPATZ